R.I.P. - Daniel, my love. Always and forever.

Daniel, du warst für mich mehr als mein Cousin, mehr als ein Bruder, mehr als mein bester Freund.

Wenn wahre Liebe einen Namen trägt, dann deinen.

 

Niemand stand mir jemals näher als du.

Keinen Tag in meinem Leben, so lange ich denken kann, warst du nicht da.

Bis heute.

 

Warum? Wo ist die Gerechtigkeit, wenn der Mensch, den man am meisten liebt, ausgerechnet am „Tag der Liebe“ für immer einschläft?

 

Die letzten zehn Monate waren die schlimmsten unseres Lebens. Der Moment, in dem das Hodgkin-Lymphom, dieser bösartige, unsichtbare Feind, begann, unser Denken und Handeln zu beeinflussen, bleibt für immer unauslöschbar in meinen Gedanken. Wie eine große Welle, die Treibgut an den Stand wirft, um sich wieder zurückzuziehen und Kraft zu holen, sich erneut bildet, so waren wir zwischen Bangen und Hoffen. Gefangen in einem emotionalen Strudel, dem niemand entkommen kann, bis hin zu dem Tag, an dem der Spender gefunden wurde. Wie groß war unsere Erleichterung, als die Stammzellen endlich begannen, das Böse zu bekämpfen! Und dann?

 

Welch große Ungerechtigkeit … Egal woran oder in wen man glaubt, egal wer oder was – angeblich – unser Schicksal lenkt … Warum zwei Monate lang Hoffnung vorspiegeln, wo keine ist? Nur um erneut zuzuschlagen, härter denn je zuvor?

 

Ich weiß, was ich dir noch letzte Nacht versprochen habe, aber ich kann nicht – noch nicht. Wie soll ich lächeln, mich freuen, dass das Leid ein Ende hat, wenn du nicht mehr hier bist? Du fehlst mir! Schon jetzt spüre ich dein Fehlen, das große Loch, schwarz und tief, das mich wie ein Strudel anzieht.

 

Oh yes my darling, ich werde die von dir gewollte Stiftung leiten, um anderen Menschen zu helfen, die ihren Kampf gegen diesen aggressiven Krebs führen müssen.

Und ich werde deine, unsere Geschichte niederschreiben, wie versprochen.

Aber nicht jetzt, nicht heute … irgendwann.

 

Denn wer allein zurückbleibt, muss trauern dürfen.

Das Album, das unsere Mütter mit Fotos gefüllt haben, liegt neben mir auf unserem Sofa.

Burton, Vevey, Kitzbühel, Stratford, Wien, Edinburgh, Scotney Castle ... und viele Erinnerungen hier, in unserer Heimatstadt. Beim Croquet im Wimbledon Park hinter dem Haus unserer Mütter und vor der Prince Albert Hall, vor vielen Jahren, an dem denkwürdigen Ballettabend …

 

Unser Song, der Soundtrack unseres gemeinsamen Lebens … Never forget, my darling, denn irgendwann sehen wir uns wieder: Save the last dance for me!

 

Daniel, I love you – always and forever!